Freitag, 4. Juni 2010

el fin del viaje

morgen um halb elf geht unser flug ueber caracas nach frankfurt. viel zu schnell ging die zeit vorbei. manche interessante orte konnten wir gar nicht sehen und an einigen waren wir zu kurz - das muss dann alles auf die naechste reise warten...

obwohl wir uns vor einer woche noch gar nicht vorstellen konnten schon wieder nach deutschland zu gehen, freuen wir uns nun auch ein bisschen auf zuhause. das eigene bett, ordentliche toiletten (ina) und nicht staendig den ruecksack packen zu muessen scheint uns sehr verlockend. und schliesslich steht ja auch die wm vor der tuer (christian)...

mit sicherheit waren wir nicht das letzte mal in suedamerika, die naechsten reiserouten sind schon in unseren koepfen geplant ;)

oma, ich freu mich auf deinen rhabarberkuchen
und irmgard, wir freuen uns auf den spargel!
bis bald

Donnerstag, 3. Juni 2010

lima

gestern nachmittag sind wir in lima angekommen. hier leben ein drittel der peruaner. wie von vielen vorhergesagt, waren wir nicht sehr angetan von der stadt. laut, stinkig von abgasen und dazu noch der fuer diese jahreszeit typische nebel der ueber der kueste haengt.
wir haben unsere zeit dann damit verbracht, uns zur abwechslung mal keine der typisch bolivianisch/peruanischen-souvenirmaerkte anzutun, sondern sind durch eine mall im amerikanischen stil geschlendert, die direkt in die klippen gebaut ist.



abends waren wir dann aber typisch peruanisch essen und haben den leckeren weissen mais mit den riesenkoernen probiert.

heute schien dann ueberraschend den ganzen tag die sonne und wir sind das historische zentrum abgelaufen. dort wo keine plattenbauten stehen, ist lima ganz schoen.







machu picchu



der letzte hoehepunkt unserer reise war zweifellos machu picchu. aufgrund der ueberschwemmungen anfangs des jahres und der zerstoerung der bahngleise dorthin war es eine etwas umstaendliche an- und abreise. es gab einen schienenersatzverkehr mit minibussen, aber alles dauerte natuerlich laenger. der eigentliche zug, der nun nur noch auf einer strecke von 28 km den letzten abschnitt bis zum ort aguas calientes faehrt, braucht dafuer halt auch schon fast 2 stunden. waehrend der fahrt von ollantaytambo aendert sich die landschaft und man kommt immer weiter in den sogenannten nebelwald, in dem machu picchu und der ort aguas calientes liegen.


aguas calientes an sich ist ein eigentlich unmoeglicher touristenort, der wohl nur wegen machu pichhu besteht. hostels, restaurants, der bahnhof, souvenirlaeden....
egal, wir sind nachmittags dort endlich mal angekommen und weil so gutes wetter war gleich nach dem abladen unseres gepaecks im hostel weiter mit dem bus (25 min) bis zum machu picchu gefahren.

naja, was soll man zum machu picchu noch schreiben? beeindruckend, atemberaubend, erstaunlich, einzigartig... irgendwie alles auf einmal und doch wird nichts so wirklich dem gerecht. wir genossen es einfach. es war tolles wetter, es war erstaunlich ruhig und wir waren froh, dass wir schon an dem tag noch oben gefahren sind - zumal es am naechsten tag eher bewoelkt war, aber das wussten wir ja noch nicht...











ein kleine wanderung innerhalb fuehrt zur abseits gelegenen inkabruecke. sehr beeindruckend mal wieder, was und wie die inka da so alles in den fels gebaut haben!




am naechsten morgen machten wir uns dann um 5.30 auf um mit bei den ersten am eingang zu sein und mitzuerleben, wie es tag wird ueber machu picchu.











weil wir so frueh da waren, ergatterten wir die limitierten genehmigungen fuer den einstuendigen aufstieg zum wayna picchu - das ist der hohe berg, den man immer im hintergrund sieht. es fuehrt ein echt steiler kleiner pfad hinauf, und ina hat das bergwandern mal wieder verflucht, aber von dort oben hat man doch noch einmal eine ganz andere sicht auf machu picchu.





abends gings dann voellig ko mit zug und bus zurueck nach cusco wo wir den dienstag nochmal bei tollem sonnenschein genossen haben, bevor es dann heute per flug ins versmogte lima ging - der endgueltig letzten station unserer reise.

Mittwoch, 2. Juni 2010

das heilige tal der inka - part II

wie wir bei unserem ausflug nach pisac ins heilige tal gesehen haben, kann man an diesen orten so viel mehr zeit verbringen als mit einer organisierten tour, wo man nach einer kurzen besichtigung dann in ein restaurant und auf irgenwelche souvenirmaerkte geschleppt wird. also haben wir beschlossen uns den rest des heiligen tals auch ohne tour anzuschauen.

da wir jedoch unser gepaeck mitnehmen mussten, weil wir am ende des tages in ollantaytambo uebernachten wollten (wo am tag darauf der zug zum machu picchu abfuhr), haben wir auf oeffentliche busse und schlepperei verzichtet und uns einen einheimischen fahrer organisiert, der uns den ganzen tag rumgefahren und unser gepaeck im auto bewacht hat, waehrend wir uns alle sachen angeschaut haben.

erster stop war chinchero, ca. 30 min von cusco, 400m hoeher gelegen, landschaftlich schon wieder ganz anders. zwar auch mit eukalyptuswaeldern wie schon in pisac, aber halt auf einer hochebene. dort gabs eine weitere beeindruckende inkastaette und eine ziemlich alte kirche.

weiter gings wieder runter ins eigentliche heilige tal am rio urubamba.



naechster stop waren die terassen von moray.


in diesen kreisfoermigen terassen mit unterschiedlichem mikroklima haben die inka mit dem anbau von gemuese und getreide experimentiert.

von dort aus fuhren wir zu den salzterassen salinas. das ist echt ein krasser anblick gewesen. aus einer salzhaltigen quelle wurde durch diese speziellen verdunstungsbecken schon zu inkazeiten und heute immer noch salz gewonnen.

der letzte stop war ollantaytambo, das einzig verbliebene beispiel für stadtplanung aus der inkazeit. die gebäude und die engen gassen der stadt befinden sich noch in ihrem ursprünglichen zustand.

ein malerischer ort mit kleinen gassen am rio urubamba, wo uns die touristengruppen dann irgendwie eingeholt haben... puh, war das vielleicht voll dort. wir waren etwas genervt und geplaettet von dem ansturm. dabei sind die ruinen eigentlich auch ganz eindrucksvoll.


noch eindrucksvoller war aber auf einmal die musik und das getrommel auf dem marktplatz abends. zufaelligerweise haben die dorfbewohner an dem wochende ihr jaehrliches fest zu ehren eines schutzpatron gefeiert.

das hatte was von fasching und guggenmusik... wir sind trotzdem frueh ins bett, weils ja am naechsten tag losging nach aguas calientes (der ort, von dem aus man zum machu picchu kommt).

Samstag, 29. Mai 2010

cusco

unsere plaene fuer cusco und den machupicchu haben wir kurzfristig umgeworfen. in den letzten wochen war es in cusco ganz untypisch fuer diese zeit relativ frisch und regnerisch. die aussicht auf minusgrade nachts im zelt, 4 tage ohne fliessendes wasser und 50km wandern auf der hoehe waren uns ploetzlich nicht mehr so wichtig ;) ausserdem haetten wir sonst fuer cusco nur noch 2 tage uebrig gehabt und im laufe der reise haben wir von anderen backpackern gehoert, dass es in und um cusco soviel tolles zu sehen gibt und der inka trail allgemein ueberbewertet wird. 500 menschen laufen in einer reihe an inkastaetten vorbei und pennen auf einem fleck in ihren zelten...
also, planaenderung: mehr zeit fuer cusco, das heilige tal, als actioneinlage noch river rafting und 2 tage machu picchu!

den ersten tag in cusco verbrachten wir erstmal mit dem abklappern verschiedener rafting anbieter, dem kauf von zugtickets fuer den machu picchu und ein bisschen auch zum erholen, denn die nachtbusfahrt war leider nicht wirklich entspannt.

cusco liegt auf 3400m, was uns ja aber gar nichts mehr kann, weil wir ja schon viel hoeher waren. es ist eine bedeutende inkastadt, mit zahlreichen ruinen in und um das stadtzentrum. nur 3 km entfernt an einem hang befindet sich sacsayhuaman, wo uns wieder einmal der mauerbau der inkas beeindruckt hat. die steine passen perfekt ineinander, sind so unglaublich praezise gearbeitet - kaum vorstellbar wie das um 1100 jemand gebaut haben soll...







von dort oben kann man in ca 20 min in die stadt zur plaza laufen. sie ist umgeben von prunkvollen kirchen und der kathedrale, ausserdem von kolonilstilhausern mit holzgeschnitzten balkonen und arkaden. die kirchen wurden nach ankuft der spanier auf die zerstoerten inkagebaeude gebaut, teilweise wurden steine verwendet von sacsayhuaman und anderen umliegenden inkastaetten.











in den schmalen gassen um die plaza findet man souvenirmaerkte, massagesalon, restaurants, hostels.