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Donnerstag, 3. Juni 2010

machu picchu



der letzte hoehepunkt unserer reise war zweifellos machu picchu. aufgrund der ueberschwemmungen anfangs des jahres und der zerstoerung der bahngleise dorthin war es eine etwas umstaendliche an- und abreise. es gab einen schienenersatzverkehr mit minibussen, aber alles dauerte natuerlich laenger. der eigentliche zug, der nun nur noch auf einer strecke von 28 km den letzten abschnitt bis zum ort aguas calientes faehrt, braucht dafuer halt auch schon fast 2 stunden. waehrend der fahrt von ollantaytambo aendert sich die landschaft und man kommt immer weiter in den sogenannten nebelwald, in dem machu picchu und der ort aguas calientes liegen.


aguas calientes an sich ist ein eigentlich unmoeglicher touristenort, der wohl nur wegen machu pichhu besteht. hostels, restaurants, der bahnhof, souvenirlaeden....
egal, wir sind nachmittags dort endlich mal angekommen und weil so gutes wetter war gleich nach dem abladen unseres gepaecks im hostel weiter mit dem bus (25 min) bis zum machu picchu gefahren.

naja, was soll man zum machu picchu noch schreiben? beeindruckend, atemberaubend, erstaunlich, einzigartig... irgendwie alles auf einmal und doch wird nichts so wirklich dem gerecht. wir genossen es einfach. es war tolles wetter, es war erstaunlich ruhig und wir waren froh, dass wir schon an dem tag noch oben gefahren sind - zumal es am naechsten tag eher bewoelkt war, aber das wussten wir ja noch nicht...











ein kleine wanderung innerhalb fuehrt zur abseits gelegenen inkabruecke. sehr beeindruckend mal wieder, was und wie die inka da so alles in den fels gebaut haben!




am naechsten morgen machten wir uns dann um 5.30 auf um mit bei den ersten am eingang zu sein und mitzuerleben, wie es tag wird ueber machu picchu.











weil wir so frueh da waren, ergatterten wir die limitierten genehmigungen fuer den einstuendigen aufstieg zum wayna picchu - das ist der hohe berg, den man immer im hintergrund sieht. es fuehrt ein echt steiler kleiner pfad hinauf, und ina hat das bergwandern mal wieder verflucht, aber von dort oben hat man doch noch einmal eine ganz andere sicht auf machu picchu.





abends gings dann voellig ko mit zug und bus zurueck nach cusco wo wir den dienstag nochmal bei tollem sonnenschein genossen haben, bevor es dann heute per flug ins versmogte lima ging - der endgueltig letzten station unserer reise.

Mittwoch, 2. Juni 2010

das heilige tal der inka - part II

wie wir bei unserem ausflug nach pisac ins heilige tal gesehen haben, kann man an diesen orten so viel mehr zeit verbringen als mit einer organisierten tour, wo man nach einer kurzen besichtigung dann in ein restaurant und auf irgenwelche souvenirmaerkte geschleppt wird. also haben wir beschlossen uns den rest des heiligen tals auch ohne tour anzuschauen.

da wir jedoch unser gepaeck mitnehmen mussten, weil wir am ende des tages in ollantaytambo uebernachten wollten (wo am tag darauf der zug zum machu picchu abfuhr), haben wir auf oeffentliche busse und schlepperei verzichtet und uns einen einheimischen fahrer organisiert, der uns den ganzen tag rumgefahren und unser gepaeck im auto bewacht hat, waehrend wir uns alle sachen angeschaut haben.

erster stop war chinchero, ca. 30 min von cusco, 400m hoeher gelegen, landschaftlich schon wieder ganz anders. zwar auch mit eukalyptuswaeldern wie schon in pisac, aber halt auf einer hochebene. dort gabs eine weitere beeindruckende inkastaette und eine ziemlich alte kirche.

weiter gings wieder runter ins eigentliche heilige tal am rio urubamba.



naechster stop waren die terassen von moray.


in diesen kreisfoermigen terassen mit unterschiedlichem mikroklima haben die inka mit dem anbau von gemuese und getreide experimentiert.

von dort aus fuhren wir zu den salzterassen salinas. das ist echt ein krasser anblick gewesen. aus einer salzhaltigen quelle wurde durch diese speziellen verdunstungsbecken schon zu inkazeiten und heute immer noch salz gewonnen.

der letzte stop war ollantaytambo, das einzig verbliebene beispiel für stadtplanung aus der inkazeit. die gebäude und die engen gassen der stadt befinden sich noch in ihrem ursprünglichen zustand.

ein malerischer ort mit kleinen gassen am rio urubamba, wo uns die touristengruppen dann irgendwie eingeholt haben... puh, war das vielleicht voll dort. wir waren etwas genervt und geplaettet von dem ansturm. dabei sind die ruinen eigentlich auch ganz eindrucksvoll.


noch eindrucksvoller war aber auf einmal die musik und das getrommel auf dem marktplatz abends. zufaelligerweise haben die dorfbewohner an dem wochende ihr jaehrliches fest zu ehren eines schutzpatron gefeiert.

das hatte was von fasching und guggenmusik... wir sind trotzdem frueh ins bett, weils ja am naechsten tag losging nach aguas calientes (der ort, von dem aus man zum machu picchu kommt).

Samstag, 29. Mai 2010

river rafting

schon am freitag waren wir auf dem rio urubamba zum raften. jeder der ina und ihre panik vor wasser kennt, wird sich wundern. aber offenbar greift hier das prinzip der gewoehnung...

2 stunden ausserhalb von cusco war das basecamp, wo wir erstmal in voellig unsexy wetsuites stiegen und noch eine rettungsweste und einen helm bekamen. dann gings jeweils zu sechst in ein boot und wir sind 12 km auf dem fluss bis zu schwierigkeitsstufe III gefahren und dabei ordentlich nass geworden. es war anstrengend, ein bisschen aufregend und hat total spass gemacht!









da der fluss vom gletscher kommt, war es aber auch saukalt! zum aufwaermen gings deshalb direkt vom fluss in die sauna und am abend zurueck nach cusco.

das heilige tal der inka

gestern haben wir einen ausflug nach pisac im heiligen tal, ca. 30 km von cusco entfernt gemacht. in diesem tal entlang des rio urumanba liegen unzaehlige inkastaetten. zuerst haben wir den markt in pisac besucht. ausser den ueblichen souvenirstaenden gibt es dort noch einen bauernmarkt, auf dem obst, gemuese, kraeuter, etc von marktfrauen in traditioneller kleidung verkauft werden.









ausserhalb des heutigen dorfes pisac befindet sich 400m oberhalb eine ehemalige inkastadt mit befestigungsmauer, toren und bastionen, einem riesigen in den berg gebauten friedhof , unzähligen terrassen und einem 16 m langen unterirdischen gang.













ausserdem noch intihuatana, ein felsbrocken, von dem die inka glaubten, an ihm sei die sonne angebunden.



der weg entlang all dieser staetten runter zum ort war lang und steil und wir waren froh, so faul gewesen zu sein, dass wir uns mit dem taxi nach oben haben fahren lassen!