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Samstag, 29. Mai 2010

essen und trinken

nach dem vielgelobten essen in argentinien gab es ein kleines tief in chile. eher fades essen und einfach nicht so lecker. ausnahme war die osterinsel, da gabs tolles essen! vor allem fisch, besonders ceviche, ein typisches gericht aus lokalem rohem fisch in form eines salates. klingt seltsam, christian fands aber lecker!
allgegenwaertig war die chilenische form des hotdogs: man stellt sich einen typischen ikea-hotdog vor und macht ausser senf, ketchup und mayo auch noch avocadomus drauf! nicht zu verwechseln mit guacamole, denn das ist ja mit chili und gewuerzen...
in bolivien und peru ist es jetzt wieder recht wuerzig, manche sachen sind sogar hoellenscharf. ganz schoen ungewohnt.
in cusco haben wir vor einigen tagen eine "kartoffelprobe" gemacht - wenn wir schon im land der kartoffel sind. ausser 4 normalen kartoffeln, die alle sehr intensiv kartoffelig schmeckten, gabs noch eine suesskartoffel, eine kartoffel, die nur so aussah und so schmeckte, aber eigentlich ein gemuese ist und eine fuer das andenhochland tpische getrocknete kartoffel (die weisse unten in der mitte). sehr lecker und interessant!

Dienstag, 18. Mai 2010

putre und nationalpark lauca

vom sonnigen arica sind wir ins andenhochland nach putre, einem kleinen aymara-dorf auf 3500m hoehe gefahren. dort gibts ein paar hostels, eine kirche, 2 baeckereien, 3 restaurants, ein arschlangsames internetcafe, einen militaerstuetzpunkt (letzter ort vor der bolivianischen grenze) und viel natur.



putre ist ein guter ausgangsort zu ausfluegen in den nationalpark lauca. der nationalpark ist gepraegt durch die andenkette mit markanten vulkanen bis zu 6500m. vor dem beruehmtesten vulkan parinacota liegt der lago chungara auf 4520 m hoehe. Der rund 21 km² große see gehört zu den höchstgelegenen seen der welt.

leider hatten wir die 3 tage etwas pech mit dem wetter. zu der jahreszeit ist es normalerweise tagsueber immer sonnig und warm. naja, es war windig, kalt und wolkenverhangen. in der zweiten nacht hats es bis auf 4000 m sogar geschneit.


das ist der beruehmte anblick von parinacota und chungara:



und so haben wir ihn gesehen:


naja, die landschaft an sich war interessant, wir haben unzaehlige suesse alpacas gesehen, andenmaeuse, andenhasen, kleine aymaradoerfer, ...



... und in den heissen quellen von jurasi hat christian sich dann wieder etwas aufgewaermt...



am naechsten tag gings weiter ueber die grenze nach la paz. dazu mussten wir auf der strasse ausserhalb von putre einen der busse aus arequipa anhalten. naja, wie es halt so ist in suedamerika kam entgegen aller ansagen erst nach ueber 2 stunden ein bus (und was fuer einer...) und wir haben solange in der kaelte gewartet. da lob ich mir doch den geklauten lufthansa-teppich...

Freitag, 14. Mai 2010

arica

arica ist die noerdlichste stadt chiles und liegt nur wenige kilometer entfernt von der grenze zu peru.



wir kamen hier gestern abend an und haben heute morgen die stadt erkundet.



nachmittags genossen wir ein letztes mal strand und sonne bevor es morgen wieder ins andenhochland in richtung bolivien geht.

Donnerstag, 13. Mai 2010

humberstone und santa laura

da wir beide so auf geisterstaette stehen, war der besuch hier natuerlich ein muss!
humberstone und santa laura bei iquique sind zwei ehemalige salpeterwerke, die seit 1961 verlassen und dem verfall ausgesetzt sind. aufgrund der daraufhin einsetztenden pluenderungen durch die bevoelkerung erklaerte sie die unesco 2005 zum weltkulturerbe.

beide werke spiegeln die pracht und den kontrast wider, die chile ende des 19. und anfang des 20. jahrhunderst erlebte. bis zu 4000 personen lebten hier.
man kann neben den produktionsstaetten auch das hotel, das theater, die kirche und ganze wohnblocks besichtigen.





hier sieht man auch das schwimmbad (aus dem stahl eines schiffwracks) und den tennisplatz:

iquique

iquique ist ein von palmen alleen gesaeumter badeort zwischen pazifik und andenkordilleren.



dank der starken brandung ist er ein paradies fuer surfer.



direkt hinter dem schmalen ort befindet sich eine grosse sandduene und die 600m hohen berge. das macht iquique zudem zu einem der besten paragliding-spots suedamerikas.

el tatio geysire

morgens um 4 uhr startet diese tour von san pedro, um bei sonnenaufgang bei den geysiren zu sein. sie liegen auf 4300m hoehe und es war arschkalt. -11 grad genauer gesagt. wir hatten fast alle klamotten an, die wir dabei hatten!



es ist das drittgroesste geysirfeld der welt mit mehr als 80 geysiren.




auf dem rueckweg konnten wir dann bei tageslicht noch die landschaft geniessen und haben vicuñas und alpacas gesehen.



hier hab ich ein 25 tage altes alpaca mit dem flaeschchen gefuettert. das braune rechts von mir ist 10 tage alt. so suess...

Montag, 10. Mai 2010

san pedro de atacama

in san pedro kamen wir gegen 19 uhr bei dunkelheit an - keine strassenlaternen in der naehe des busterminals. sofort fiel uns der beeindruckende sternenhimmel auf. wir fanden trotzdem den weg ins zentrum und unser hostel und gingen abends warm eingepackt noch was essen und dann in der skiunterwaesche schlafen!
am naechsten morgen konnten wir san pedro dann in t-shirt und flip flops erkunden. echt krass diese tages/nacht-temperaturunterschiede in der wueste!

san pedro liegt auf 2500m und ist ein schnuckeliger kleiner ort mit lehmstrassen.



hier sind wir am salar de atacama, einer salzwueste mit einigen lagungen, in denen flamingos leben.
die vulkane im hintergrund sind 5000 - 6000m hoch.





diese lagune war auf 4200 m hoehe. da ist das laufen schon ganz schoen anstrengend! aber echt spektakulaere faben!



bei dieser wunderschoenen tuerkisfarbigen lagune war es dann auch ganz schoen windig und stellenweise war das wasser gefroren.



nachts haben wir eine astronomie-tour gemacht. in zweieinhalb stunden haben wir etwas ausserhalb von san pedro durch 8 verschiedene teleskope verschiedene sterne, planeten, sternenwolken, farbige sterne (wussten gar nicht, dass es sowas gibt!), andere galaxien, ... angeschaut.
eigentlich ist ja schon die sicht mit den augen spektakulaer in der wueste. und auf der suedhalbkugel sieht man ja auch ganz andere sternbilder und die milchstrasse - das war echt beeindruckend!



das valle de la luna und das valle de la muerte direkt bei san pedro sind "pflichtausfluege" - auch wenn das farbenspiel bei sonnenuntergang lange nicht so beeindruckend ist wie im death valley in den usa.


chuquicamata

nach nicht enden wollenden 15 stunden fahrt mit dem nachtbus sind wir vormittags in calama angekommen.



im prinzip eine scheiss stadt: trostlos, grau, heiss, wueste.
aber wir wollten uns die 15 km entfernte kupfermine chuquicamata anschauen!



es ist die groesste tagebaumine der welt.



alles dort ist einfach riesig! die trucks, die das gestein aus der mine rausfahren sind 8 meter breit und wiegen fast 300 t. aufladen koennen sie dann nochmal ungefaehr so viel. sie brauchen jedes jahr neue reifen, weil die unter der last einfach sehr schnell abgenutzt werden.



die mine ist 24 std, 7 tage pro woche in betrieb.



nach der ca. 2 stunendigen besichtungung sind wir nachmittags gleich weiter nach san pedro gefahren - nochmal 2 stunden busfahrt...

Sonntag, 9. Mai 2010

la serena und das elqui-tal

von santiago aus fuhren wir nach norden nach la serena ins elqui-tal. dies ist ein sehr fruchtbares tal inmitten einer trockenen wuestenlandschaft. an 300 tagen im jahr scheint die sonne. darum wachsen hier auch die weintrauben so gut.



anders als bei uns werden die rebstoecke so gebunden, dass die blaetter ein dach ueber den trauben bilden, so dass die trauben aufgrund der vielen sonne nicht zu suess werden.



wir haben eine pisco-brennerei besucht auf einer unserer touren um la serena. die haben wir mit einem seit 7 jahren hier lebenden schweizer in seinem jeep gemacht.



hier probieren wir eine kaktus-frucht, die in der wueste in unmengen waechst und sehr viel vitamin c haben soll.



ausser fuer die trauben ist das klima im elqui-tal auch fuer die astronomie perfekt. an einem abend haben wir ein observatorium besucht und den saturn und seinen ring gesehen.



eine zweite tour fuehrte uns in den humboldt-nationalpark, wo wir mit einem boot (schon wieder!) um und auf vorgelagerte inseln fuhren, die lebens- und brutstaette fuer pinguine, seeloewen, pelikane und anderes getier sind.





unser hostel fuer 2 naechte in la serena wurde von deutschen auswanderern gefuehrt und hatte einen wunderschoenen innenhof zum relaxen - wozu wir aufgrund unseres programms aber gar nicht kamen...