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Donnerstag, 22. April 2010

glaciar perito moreno

bereits am mittwoch haben wir ein gletscher-trekking auf dem perito-moreno gemacht. der perito moreno ist einer der wenigen gletscher, die noch kontinuierlich wachsen. er ist 5 km breit und 60 m hoch! seht ihr wie winzig das schiff davor wirkt?


er hat eine unglaublich tolle blau leuchtende farbe (bzw er wirkt so), die leider vom -untypischerweise fuer dieser zeit - gefallenen schnee etwas ueberdeckt wurde. wir mussten erstmal eine stunde die moraene hochwandern, dann gings mit steigeisen auf den gletscher. 4 stunden sind wir drauf rum marschiert und haben riesige gletscherspalten gesehen in denen der kontrat zwischen weissem schnee und blauem eis besonders krass rueberkam!



expeditionsschiff II - gletscher und eisberge

noch ein nachtrag vom schiff...
am zweiten tag gabs den ersten gletscher zu sehen (sogar nach einem deutschen benannt - plueschow-gletscher oder so). zunaechst von bord aus, spaeter gings dann mit den zodiacs raus - durch abgebrochene gletscherstuecke bei eisigem wind... in echt strahlen die gletscher noch viel viel schoener- je blauer, desto aelter das eis.







abends liessen wir es richtig krachen auf dem schiff, wir haben einge interessante leute kennengelernt und bis mindestens 2 uhr an der schiffsbar getrunken und erzaehlt... alkohol auf einem schaukelnden schiff ist allerdings nicht soo empfehlenswert!


am letzten morgen auf dem schiff gings es noch vor sonnenuntergang auf die isla marta zu unzaehligen seeloewen, robben und sonstigem getier.




auf der benachbarten pinguin-insel war leider keiner mehr anzutreffen- die sind alle schon weiter nach norden in waermeres gewaesser. naja, im norden chiles bleibt noch eine chance sie zu sehen : )


alles in allem war es eine einmalige sache mit dieser schiffstour! all die tollen erlebnisse haette man nicht auf eigene faust und nicht von land aus machen und sehen koennen! wir hatten es uns nicht so genial vorgestellt!

Mittwoch, 21. April 2010

ruta 40, el chalten und der schnee

dieser winzige argentinische bergsteigerort ist ausgangspunkt fuer einige spektakulaere wanderungen zum cerro torre und cerro fitz roy. wir kamen hier am sonntag abend an. die fahrt von puerto natales war unglaublich!








entlang der legendaeren ruta 40, die zum teil nur eine miese schotterstrasse ist (auf der wir im schnitt 35 km/h fahren konnten), mit schafen, guanacas, einem fuchs, straussen, pferden und rindern direkt neben oder auf der strasse sah es nach langer zeit gutem wetter so aus als wuerden wir direkt in den weltuntergang hineinfahren - el chalten!

ein ort, an den bis vor 3 jahren nur eine ueber 200 km lange schotterstrasse gefuehrt hat, es bis vor wenigen monaten keinen ATM gab und auch heute noch weit davon entfernt ist, irgendwas ausser ein kleines loch am ende der welt zu sein, an dessen rand aber nun mal zwei der interessantesten gipfel von patagonien befinden...



es war kalt und duester, es gab schneeregen, die haelfe des ortes war schon dicht (wegen low season), das park rangers office war auch schon geschlossen als wir ankamen.
naja, ein warmes bett im hostel und am naechsten morgen optimistisch und gut angezogen auf zur laguna torre.



leider meinte es der cerro torre nicht ganz so gut mit uns und zeigte sich nicht komplett ohne nebel - was wohl auch nur an wenigen tagen im jahr der fall ist. 22km gewandert, zum teil bei sonne, zum teil durch ca 7 cm hohen schnee, nur halbwegs belohnt durch die aussicht!



am naechsten tag sollte dann der fitz roy dran sein... tja, schnee fast die kompletten 5 stunden, oben auf dem berg bis 20 cm, ueberhaupt keine chance auf aussicht!



dafuer vorbei an schneebedeckten gletschern und lagunen.



auch schoen!

der schnee kam dieses jahr ueber einen monat zu frueh (und es fing genau einen tag vor unserer ankunft an!). ab spaetestens juni ist der ort dann praktisch komplett dicht! es waren jetzt schon nur sehr wenige touristen dort- ein paar unerschrockene haben aber sogar in den basecamps inmitten vom schnee gezeltet!

unten im dorf sah es noch eher nach herbst aus




auf der weiterreise von el chalten nach el calafate am abend hatten wir dann zufaellig diesen einen kurzen moment, als sich ploeztlich der nebel fast komplett aufgeloest hat und den blick auf den cerro torre freigab. ich glaub, wir haben einen stunde fuer die ersten 10 km gebraucht, weil wir immer wieder anhalten mussten um NOCH EIN foto zu machen ; )

bis ans ende der welt...

hier mal ein paar bilder unseres ersten landgangs zum kap hoorn, dem suedlichsten punkt des kontinents - danach kommt nur noch wasser und eis...



mit kleinen zodiacbooten sind wir vom schiff an land gegangen - eine feuchte und windige angelegenheit. aber der sonnenaufgang an kap hoorn war es definitiv wert. achtet nicht auf mein daemliches grinsen - das erste mal war ich noch leicht aengstlich... im hintergrund seht ihr unser schiff und zwei der zodiac-boote.



spaeter am tag sind wir in der wulaia-bucht anland gegangen, diesmal bei weitaus wenig stuermischer see und in begleitung von delphinen!
nach einer stunde wanderung bergauf konnten wir den sonnenuntergang vor traumhafter kulisse bestaunen.



schon allein dieser erste tag auf dem schiff war jeden peso wert!
ausser taeglichen ausfluegen, vortraegen und pp-praesentationen zum verschiedenen expeditionen, tierwelt und gletscher-geschichte gabs den vollen service eines luxusschiffs mit tollen essen und drinks for free, den ersten pisco sour-rausch inklusive...
das aber alles in lockerer atmosphaere und trekking-kleidung anstatt schicki-micki-getue!

Mittwoch, 14. April 2010

ushuaia, feuerland

heute in ushuaia anzukommen war wie ein zeitsprung ueber eine ganze jahreszeit! von 28 grad in den letzten tagen in buenos aires gings schlagaratig auf ca. 8 grad runter! oben auf dem gletscher bei heftigem wind waren es gefuehlt noch mal ein paar weniger.

ushuaia ist die suedlichste stadt argentiniens und liegt am beagle-kanal. wir wollten mit dem sessellift auf den gletscher glacar martial direkt ueber dem ort hochfahren, aber war ausser betrieb. seit 22. maerz uebrigens schon, aber das sagt einem ja keiner...
naja, als ich diesen lift gesehen hab, wollt ich christian sowieso grad vorschlagen doch lieber hoch zu wandern. so einen lift gabs in oesterreichischen skigebieten vor ca. 2o jahren ;)
also sind wir gelaufen und es war genial!





der himmel, der bei der landung noch total wolkenverhangen war (man sagte uns es wuerde gleich regnen, weil es immer regnet!) klarte auf und war strahlend blau, die sonnen schien auf die herbstlich verfaerbten blaetter und dazu der gletscher auf der einen seite und die stadt und der kanal auf der anderen...

morgen gehts zum ca 15 km entfernten nationalpark " tierra del fuego" und abends aufs boot. 3 tage expeditionsfahrt ums kap hoorn und durch die chilenischen fjorde bis nach punto arenas stehen bevor!
ich hoffe so, dass wir pinguine sehen werden!